Einuk vom blauen See ist eine sehr ungewöhnliche Erscheinung, die das Ergebnis des Erbes seiner Eltern ist. Seine Gesichtszüge werden von den meisten Wesen als höchst ungewöhnlich aufgefasst, da die leicht schräg gestellten Augen von bernsteinfarbenem Schimmer und sein dichtes Haupt- und Barthaar von einem funkelnden silbernen Glanz durchwebt sind. Wäre da nicht der Bart und die wettergegerbte, zerfurchte Haut, man könnte ihn auf den ersten Blick mit einem Elfen verwechseln, doch irgendwie will seine Erscheinung nicht so recht zu der des alten Volkes passen. Und doch scheinen auch die Ohren diese gewisse leichte Zuspitzung aufzuweisen, die schon so manchen Mischling als einen solchen verraten hat.
Einuks Antlitz wirkt wie das eines erfahrenen Mannes der Wildnis, der gut und gerne schon 50 Götterläufe gesehen haben mag. Der zottelige, lange Bart und das lang herabfallende Haar heben sich in ihrem silbernen Glanz recht deutlich von der erdfarbenen Kleidung aus Leder und Pelzen ab, in die sich Einuk zum Schutz vor der eisigen Witterung in den langen Wintern seiner Heimat hüllt. Die bernsteinfarbenen Augen blicken nebulös und unnahbar auf den Betrachter ein und lassen nur wenig von dem erahnen, was im Geiste des Mannes vor sich geht.
Geboren in der nivesischen Siedlung Nysjunen am Alavisee, galt Einuk im Stamm seiner Mutter bereits von Geburt an als Sonderling. Da verwunderte es nicht weiter, dass das Kind bereits im Kleinkindalter das Interesse des Einsiedlers Arlin weckte, der weiter im Norden am Südufer des blauen Sees irgendwo in der Wildnis hauste. Die Zeichen schienen eindeutig und so übergaben die Nivesen von Jorinens Stamm ihr sonderbares Halbwaisenkind in die Obhut des alten Arlin.
So wuchs Einuk fernab der Zivilisation unter sehr harschen Bedingungen auf; er lernte das Leben im Einklang mit dem kargen Land und erfuhr Geheimnisse über die eisigen Steinhügel südlich des blauen Sees, von denen sein Meister ihm sagte, sie seien älter als die Götter selbst. Als junger Mann wurde Einuk von seinem Meister für einige Jahre in die Stadt Riva geschickt, wo er ein Leben im Verborgenen mit dem Studium des menschlichen Geistes verbringen sollte. Dabei sollte er Tag ein Tag aus vermeiden, irgendwelche Bindungen zu anderen Menschen einzugehen und dabei doch die Motive und Gedanken der Menschen erfahren. So hatte es sein Meister ihm aufgetragen. Manches Mal scheint ihn die Erinnerung an Riva jedoch nicht ganz loszulassen und es bleibt unklar, ob er wirklich die Lehren seines Meisters Arlin in ihrer Gänze beherzigen konnte…
Nach dem Tod seines Meisters verbrachte Einuk viele Jahre in Versunkenheit und Zwiesprache mit der Erdenmutter Sumu. Bis der eisige Arm Gloranias immer weiter seine Klauen nach Westen auszustrecken begann und sich alles allmählich veränderte, was so lange Zeit unverändert war. Die Kristallpaläste der Elfen fielen einer nach dem anderen am Nordufer des blauen Sees in die Hände der Dunkelheit und auch das Land im Osten erfüllte sich mehr und mehr mit jener unheiligen Kälte, die die wenigen Flüchtlinge, die es nach Westen trieb, für ein Leben lang gezeichnet hatte. Einuk fasste einen folgenschweren Entschluss: Er verließ die alten Steinhügel und wandte sich in den unbekannten Süden. Wenn Gloranias Schergen bislang dorthin nicht vordringen konnten, vielleicht findet sich dort die Waffe, die Feinde Sumus ein für allemal zu bezwingen und das Land Einuks sich so fremder beider Ahnenvölker wieder zu befrieden und die alten Gehemnisse vor dem Zugriff der Verderbnis zu schützen.
(Einuk ist stets umgeben von einem bisher nicht analysierbaren und geheimnisumwitterten Zauber, der Jaslaws prall gefüllte Satteltaschen mit alchimistischen Zutaten in einer Art Permaglobule sich schemenhaft hinter Einuk mit diesem mitbewegen lässt. Einuk hat jederzeit Zugriff auf diese Zutaten, während die Permaglobule sofort in den Limbus entrückt, wenn sich Fexian näher als einen Schritt nähert. Das Phänomen ist bislang nur einigen wenigen Aventuriern bekannt, doch in der hohen Akademie zu Punin vermutet man, es handelt sich dabei um eine machtvolle Zauberei hochelfischen Ursprungs, die auf Rumgenorke reagiert. Der fachliche Diskurs ist im vollen Gange…)
Cool, ich würde meinen Helden gern etwas weiter bearbeiten hier bzw. präsentieren. Aber leider kann ich das immer noch nicht…vielleicht reagiert ja diesmal jemand auf mein Begehren.
Da ich mir ja jetzt nen neuen Helden gemacht habe, könnte ich auch diesen Helden hier präsentieren, aber leider fehlen mir immer noch die Administrationsrechte. 0:-)
So, hier ist die Initiationsstory. Morgen wird er auch im Spiel eingeführt. Bin sehr zufrieden mit dem, was ich da gebaut habe. Habe das ganze diesmal auch gezielt mehr auf Langzeitmotivation angelegt und die erste eingebung ist vielleicht dann doch oft die beste. Daher: All hail to the druid.
klingt gut. bin gespannt
Mh… werte Spektabilität: Das Phänomenon – und damit zusammenhängend – das, von den geschätzen Collegae der magischen Akademien zu Punin verfochtene, Erklärungsmodell der genannten Spermaglobule scheint mir doch ein wenig weit hergeholt.
Ich, meinerseits, würde als Modell eher einen Effekt zur Rate ziehen, der sich, meines bescheidenen Wissens als Adeptus Major der Akademie zu Nersand nach, „Effekt des Kraft- bzw. Machtspielens“ nennt.
Korrigiert mich nicht in meiner Ausführung, falls ich wider erwarten nicht die Göttin Hesinde auf meiner Seite habe und falsch liege; was faktisch unmöglich ist, da ich mich, vor dem Aufsetzen dieses Briefes, der Kraft des berühmten Artefaktes der sog. magischen Windel bemächtigt habe.
Nun werter Collegus. Die von euch postulierte Argumentation übersieht dabei ein entscheidendes Faktum. Verhielte sich der Sachverhalt eben so, wie euer Plädoyer für eine Potentio Spieliensis (Machtspielerei) es uns zu glauben machen geneigt ist, dann wäre die intentionale Ausrichtung dabei eine essentielle Größe.
Um eine solche Ausrichtung aber zu unterstellen, ist ein Blick auf die Genese des Vorfalls unablässig:
Die Seele des Charakter bzw. „der Spieler“ (Unter Metaphysikern wird ja bereits seit Jahren darüber diskutiert, dass hinter einigen Mitaventuriern mächtige Überwesenheiten, sogenannte Spieler stehen könnten; vgl. dazu auch „Rollenspiel – Mein Weg in die soziale Isolation und Vertrottelung“ im Codex Albyricus S.666) hätte ja, so man eurer Lesart zu folgen geneigt ist, bereits intentional in einem bis heute verschollenen Subjekt names Jaslaw von vornherein die Absicht verfolgen müssen, im späteren Verlauf dann den Wirt zu wechseln und den Halbelfen Einuk zu beseelen, nur um diesem den Zugriff auf des Jaslaws prallgefüllte Satteltaschen zu ermöglichen. Diese Intention kann allerdings überhaupt nicht nachgewiesen werden und hält einer wissenschaftlichen Analyse daher kaum stand und muss mal wieder ins Reich der Spekulationen verwiesen werden. So wie die meisten eurer Thesen, mit Verlaub.
Hingegen fest steht, dass ein Pferd mit einer Satteltasche nunmal ein Pferd mit einer Satteltasche ist. Urpsrung und Potential stehen in keinem Zusammenhang! An der phänomenologischen Ausprägung der Wirklichkeit ändert sich nichts, rein gar nichts (um das nochmals zu betonen), wenn irgendwelche Intentionen irgendwelcher Wesenheiten so oder so ähnlich ausfallen oder ausgefallen sind.
Es bleibt bei der Konkulsion: Ein Pferd mit prall gefüllten Satteltaschen bleibt ein Pferd mit prallgefüllten Satteltaschen und verschwindet nicht einfach entgegen der sinnlichen Überzeugung (Zitat der Stimme aus dem Off: „Du sitzt auf Jaslaws Pferd, während neben der Khalid das Pferd Agragmosch anzugreifen beginnt“). Intention hin oder her. Und eure Intentionsunterstellung ist reine Spekulation. Dabei bin ich doch hier die Spektabilität. Wo ist mein Spekulatius? Im Spektrum? Hör auf Speck zu kauen, Hartmann.
Daher bleibt, was das Auge sieht, bzw. das Ohr hört: Rumgenorke eines kettenhemdtragenden und zweihandwaffenschwingenden Diebes aus der Garether Gosse. Ganz ohrenscheinlich die einzig mögliche Losungskomponente in jenem komplizierten thaumaturgischen Geflecht, welches wir hier vor uns haben, dass den Namen „Jaslaws kontrovers diskutierte, nichtsdestotrotz absolut prall gefüllte Satteltaschen“ trägt.
Mit hesindegefälligem Gruß,
Spektabilität Speckus Spackus I.